19/02/2021

▪ Umsatz von CHF 7'877.5 Millionen (-2.9% in CHF, +3.4% in Lokalwährungen)
▪ EBITDA auf CHF 1'497.6 Millionen gesteigert (+7.9%)
▪ Betriebsgewinn auf CHF 1'130.5 Millionen gesteigert (+7.1%)
▪ EBIT-Marge erhöht auf 14.4% (Vorjahr: 13.0%)
▪ Reingewinn auf CHF 825.1 Millionen ausgebaut (+8.8%)
▪ Operativer Freier Geldfluss auf CHF 1'259.4 Millionen gesteigert (+22.7%)
▪ Reduktion des CO2-Ausstosses um 25.9% auf 20 kg pro verkaufter Tonne (Vorjahr: 27 kg pro verkaufter Tonne)
▪ Eröffnung oder Erweiterung von 6 Fabriken sowie 1 Akquisition und eine erweiterte Partnerschaft
▪ Antrag auf Dividendenerhöhung um 8.7% auf CHF 2.50 (Vorjahr: CHF 2.30)
▪ Ab 1. Mai 2021: Thomas Hasler Nachfolger von CEO Paul Schuler
▪ Outlook Geschäftsjahr 2021
- Umsatzsteigerung in Lokalwährungen von 6%–8%
- Überproportionale EBIT-Steigerung, EBIT-Marge sollte erstmals auf 15% ansteigen.
▪ Bestätigung der strategischen Ziele 2023 für nachhaltiges, profitables Wachstum

Das Geschäftsjahr 2020 war von der COVID-19-Pandemie geprägt, die teilweise schwere Auswirkungen auf den Bau- und den Automotive-Sektor hatte. Dennoch konnte Sika in diesem schwierigen Umfeld Rekordresultate erzielen. Der Umsatz in Lokalwährungen wurde um 3.4% gesteigert. Dies entspricht einem leicht en Umsatzrückgang in Schweizer Franken von -2.9% gegenüber dem Vorjahr aufgrund negativer Währungseffekte. Der Betriebsgewinn (EBIT) konnte mit einem Zuwachs von 7.1% auf CHF 1’130.5 Millionen überproportional gesteigert werden – dies stellt ein neues Rekordresultat dar. Entspechend konnten auch beim Reingewinn mit CHF 825.1 Millionen, (+8.8% gegenüber Vorjahr) und beim Operativen Freien Geldfluss mit CHF 1’259.4 Millionen (+22.7% gegenüber Vorjahr) neue Bestmarken erzielt werden.

Paul Schuler
"Unseren Erfolg im herausfordernden Marktumfeld des vergangenen Geschäftsjahrs verdanken wir insbesondere unseren Mitarbeitenden. Ihre hohe Kundenorientierung und ihr überdurchschnittliches Engagement in Kombination mit unserem erfolgreichen Geschäftsmodell haben massgeblich zur Widerstandsfähigkeit des Konzerns während der COVID-19-Pandemie beigetragen. Als besonders krisenresistent haben sich im Jahr 2020 vor allem das Distributionsgeschäft sowie unser Refurbishment-Business gezeigt. Künftig wird die stark wachsende Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten weiter zu unserem positiven Geschäftsverlauf beigetragen. Sika ist führend bei Lösungen für nachhaltiges Bauen und nachhaltige Mobilität. Bereits heute wird ein grosser Teil unseres Umsatzes mit Technologien generiert, die den Kunden, der Umwelt und der Gesellschaft einen nachhaltigen Nutzen liefern." Paul Schuler, Chief Executive Officer

Corona-Pandemie und Massnahmen

In den meisten der 100 Länder, in denen Sika präsent ist, haben längere Lock downs die Bautätigkeit teilweise eingeschränkt. Zudem mussten viele Kunden der Automobilindustrie ihre Werke während mehrerer Wochen schliessen. Dank der starken Marktstellung sowie der schnellen und gezielten Implementierung von Massnahmen konnte Sika in diesem herausfordernden Marktumfeld dennoch sehr solide Resultate erwirtschaften. 

Der Fokus der eingeleiteten Massnahmen lag auf drei Schwerpunkten. Mitarbeitende, Kunden und Lieferanten galt es zu schützen, die operative Geschäftstätigkeit wurde auf einem hohen Niveau fortgeführt und der starke Kundenfokus wurde beibehalten oder sogar noch ausgebaut. So hat Sika weltweit sehr früh überall die Social-Distancing-Regeln angewendet, in der Produktion Masken und Schutzkleidung getragen und strikte Reisebeschränkungen eingehalten. Schwerpunktmässig wurde wo immer möglich im Homeoffice gearbeitet und Meetings wurden virtuell abgehalten. Den engen Kontakt zu den Kunden konnte Sika in der Krise sogar noch weiter ausbauen. So wurden beispielsweise weltweit mehr als 150’000 Kunden in Online-Seminaren geschult.

Sika – Enabler von Nachhaltigem Bauen und umweltfreundlicher Mobilität

Neben der Pandemie stellt langfristig der Klimawandel die Gesellschaft vor grosse Herausforderungen. In ihrer Wachstumsstragegie hat sich Sika bis 2023 zu einer Reduktion des CO2 -Ausstosses um 12% verpflichtet und spätestens bis 2050 wird Sika klimaneutral sein. Zwischenziel bis 2030 ist es, die Treibhausgasemissionen pro verkaufte Tonne gegenüber 2019 zu halbieren. Das wird erreicht, indem die Energieeffizienz der Produktion gesteigert und ein wachsender Teil der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen bezogen wird (Scope 1+2). Bereits im vergangenen Geschäftsjahr hat Sika das vorgegebene Ziel einer dreiprozentigen CO2-Reduktion pro Jahr klar übertroffen und konnte den CO2-Ausstoss um 26% reduzieren. Heute setzt Sika pro Tonne verkaufter Produkte noch 20 kg CO2 frei (Vorjahr: 27 kg). 

Mit dem klaren Bekenntnis zur Nachhaltigkeit will Sika aber nicht nur den eigenen CO2-Ausstoss verringern, sondern auch ihre Kunden gezielt dabei unterstützen, mit innovativen Lösungen und Produkten deren CO2-Ausstoss massiv zu reduzieren. Sika ist mit ihren Technologien in vielerlei Hinsicht ein „Enabler“, also ein Wegbereiter, und verfügt über das Know-how, um das Ziel der Klimaneutralität in der Bau- und der Automobilindustrie zu erreichen. Sikas Zusatzmittel sorge n für emissionsarmes und ressourcenschonendes Bauen, Sikas Fassadensysteme für energieeffiziente Gebäude und Sikas Klebstoffe ermöglichen klimaschonende Fahrzeuge.

Marktanteile in allen Regionen ausgebaut

In einem durch diverse temporäre Lockdowns geprägten Umfeld konnte Sika in allen Regionen stärker wachsen als der Markt. Ausserdem konnte das Distributionsgeschäft in allen Regionen zulegen. 

Die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) erzielte im Jahr 2020 eine Umsatzsteigerung in Lokalwährungen von 4.4% (Vorjahr: 11.6%). Vor allem im vierten Quartal zeichnete sich eine starke Verbesserung in den Märkten ab. Von der grössten Erholung profitierten die Länder Südeuropas mit Italien, Spanien, Portugal und Frankreich sowie die Länder Osteuropas, Skandinaviens, des Nahen Ostens und Afrikas. 

Die Region Americas erzielte ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 1.0% (Vorjahr: 19.2%). Trotz der hohen COVID-19-Infektionsraten in Mexiko, Brasilien und den USA verzeichnete Sika in der Region Americas im vierten Quartal wieder einen Aufwärtstrend. Viele Grossstädte in Nordamerika sind zwar weiterhin von der Pandemie betroffen und Bauprojekte sind verlangsamt, in Lateinamerika hat sich die Situation jedoch deutlich verbessert. 

Das Wachstum in der Region Asien/Pazifik belief sich auf 12.6% (Vorjahr: 35.1%). Vor allem China konnte in den letzten Monaten mit zweistelligen organischen Zuwachsraten deutlich zulegen, und die meisten Zielmärkte sind auf klarem Wachstumskurs. Ferner konnte Australien zum positiven Geschäftsverlauf in der Region beitragen. Dagegen erholten sich Länder wie Indien oder auch die Region Südostasien nur langsam von den starken Auswirkungen der Pandemie. 

Global Business erzielte im Jahr 2020 einen Umsatzrückgang von -11.4% (Vorjahr: 3.0%). Die Automobilindustrie verzeichnete in diesem Zeitraum einen Rückgang der weltweiten Produktionsrate von -17%. Trotz des Corona-bedingten Rückgangs der Verkaufszahlen im Krisenjahr 2020 ist Sika davon überzeugt, dass die Megatrends im modernen Fahrzeugbau, wie die E-Mobilität, weitere neue Antriebskonzepte sowie der Trend zur Leichtbauweise dem Konzern helfen werden, zusätzliche Marktanteile zu gewinnen.

Rekordwerte bei Gewinn und Geldfluss

Sowohl beim Gewinn als auch beim Geldfluss konnte der Konzern im Geschäftsjahr 2020 neue Rekordwerte verzeichnen. Dies belegt, dass Sika sich auch in einem schwierigen Jahr rasch den Marktgegebenheiten anpassen und kosteneffizient wirtschaften kann. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Materialmarge von 53.6% auf 54.8% gesteigert werden. Mit einem Wert von CHF 1’130.5 Millionen konnte Sika den EBIT um 7.1% steigern (Vorjahr: CHF 1’055.1 Millionen), die EBIT-Marge betrug 14.4% (Vorja hr: EBIT-Marge 13.0%). Entsprechend hat sich auch der Reingewinn mit einem Zuwachs von 8.8% auf CHF 825.1 Millionen (Vorjahr: CHF 758.5 Millionen) verbessert. Ein weiteres Rekordniveau wurde beim Operativen Freien Geldfluss mit CHF 1’259.4 Millionen erreicht (Vorjahr: CHF 1’026.1 Millionen).

Antrag auf höhere Dividende

Vor dem Hintergrund der Reingewinnsteigerung schlägt der Verwaltungsrat für die Generalversammlung vom 20. April 2021 den Aktionären eine Erhöhung der Bruttodividende von 8.7% auf CHF 2.50 vor (Vorjahr: CHF 2.30).

Sika setzt auf Kontinuität

Ab 1. Mai 2021 tritt Thomas Hasler, derzeit Leiter Global Business und Industy, die Nachfolge von Paul Schuler als CEO an. Thomas Hasler arbeitet seit 32 Jahren für Sika und gehört seit 2014 der Konzernleitung an. Er begann seine Karriere bei Sika als Forschungschemiker für Industrieklebstoffe. 2005 wechselte er in die USA, um die Leitung Automotive Nordamerika zu übernehmen. Ab 2011 war er für die Leitung Automotive weltweit zuständig. 2014 wurde er zum Chief Technology Officer und Konzernleitungsmitglied ernannt. Seit 2018 leitet er Global Business und Industry. Thomas Hasler hat wesentlich an der Entwicklung und der Umsetzung der erfolgreichen Wachstumsstrategie von Sika mitgewirkt. Unter seiner Führung hat sich der Wachstumspfeiler Innovation deutlich kundenorientierter und globaler ausgerichtet. Die frühzeitige, konsequente Förderung von neuen Lösungen für die nachhaltige Mobilität sowie das Modulare Baukonzept eröffnen Sika ein berächtliches zusätzliches Wachstumspotential. 

Paul Schuler wird für die Generalversammlung vom 20. April zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Frits van Dijk, seit 2012 im Verwaltungsrat der Sika, tritt nicht mehr zur Wiederwahl an. Die für den Verwaltungsrat nominierte Esther Berrozpe Galindo hat ihre Kandidatur zurückgezogen, da sie sich auf ein neues Mandat als CEO konzentrieren will. Sika bedauert ihren Entscheid und wünscht ihr alles Gute für ihre weitere Karriere.

Fortsetzung der erfolgreichen Wachstumsstrategie und Ausblick

Trotz der Corona-Krise und deren Auswirkungen auf die operativen Geschäftsergebnisse bestätigt Sika die strategischen Ziele 2023. Das Unternehmen bleibt weiterhin auf langfristigen Erfolg und profitables Wachstum ausgerichtet. Mit dem Fokus auf die sechs Eckpfeiler – Marktdurchdringung, Innovation, operative Effizienz, Akquisitionen, starke Unternehmenswerte und Nachhaltigkeit – will Sika bis 2023 jährlich um 6%–8% in Lokalwährungen wachsen. Ab 2021 strebt das Unternehmen die Steigerung seiner EBIT-Marge auf 15%–18% an. Projekte in den Bereichen Operations, Logistik, Beschaffung und Produktformulierungen sollen zu einer Verbesserung der Betriebskosten von jährlich 0.5% des Umsatzes beitragen. 

Für das Geschäftsjahr 2021 erwartet Sika eine Umsatzsteigerung in Lokalwährungen von 6%–8% sowie eine überproportionale EBIT-Steigerung. Die EBIT-Marge sollte erstmals auf 15% ansteigen.

Key Figures 2020


in Mio. CHF

in % vom
Nettoerlös

2019

in % vom
Nettoerlös

2020

Δ in %

Nettoerlös

 

8’109.2

 

7’877.5

-2.9

Bruttoergebnis

53.6

4’344.0

54.8

4’314.8

-0.7

Betriebsgewinn vor Abschreibungen (EBITDA)

17.1

1’387.6

19.0

1’497.6

+7.9

Betriebsgewinn (EBIT)

13.0

1’055.1

14.4

1’1 30.5

+7.1

Reingewinn

9.4

758.5

10.5

825.1

+8.8

Reingewinn je Aktie (EPS) in CHF

 

5.30

 

5.82

+9.8

Operativer freier Geldfluss

12.7

1’026.1

16.0

1’259.4

+22.7

Bilanzsumme

 

9’959.7

 

9’794.0

-1.7

Konsolidiertes Eigenkapital

 

3’161.2

 

3’288.0

 

Eigenkapitalquote in %

 

31.7

 

33.6

 

Nettoumlaufvermögen

18.1

1’471.2

16.9

1’329.5

 

ROCE in %

 

19.2

 

16.6

 

Anzahl Mitarbeitende

 

25’141

 

24’848

-1.2

Termine

Umsatz erstes Quartal 2021

Dienstag, 20. April 2021

53. Ordentliche Generalversammlung

Dienstag, 20. April 2021

Halbjahresbericht 2021

Donnerstag, 22. Juli 2021

Resultat neun Monate 2021        

Freitag, 22. Oktober 2021

Umsatz 2021

Dienstag, 11. Januar 2022

Medienkonferenz/Analystenpräsentation zu den Jahresergebnissen 2021

Freitag, 18. Februar 2022