2026
Winterthur

Anspruchsvolle Detailgestaltung

Beim Neubau des SWICA Hauptsitzes in Winterthur unterstützte Sika die Bauleitung und den Verleger mit Fachberatung und hochwertigen Systemprodukten für die Dachabdichtung. Konfektionierte Formteile erleichterten die Ausführung von Details und beschleunigten die Verarbeitung bei unsicheren Wetterverhältnissen.

PROJEKTBESCHRIEB

Seit über 25 Jahren hat die SWICA Gesundheitsorganisation ihren Sitz in Winterthur. Für die steigende Zahl an Mitarbeitenden wurde nun ein neues Bürogebäude an der Römer-strasse gebaut. Bei der Gestaltung wurde darauf geachtet, dass sich das Gebäude gut in das grüne Stadtviertel “Im inneren Lind” einfügt. Die Büroflächen sind in Form von sechseckigen Plattformen angeordnet; die Raumebenen liegen spiralförmig übereinander, ähnlich wie eine DNA-Helix. Das Gebäude endet mit einer 390 m² grossen Dachterrasse.

Das Flachdach des neuen SWICA Gebäudes mit Dachterrasse ist insgesamt 1’575 m² gross. Es bietet eine optimale Nutzung des Raums und schafft zusätzliche Flächen. Sika unterstützte die Bauherrschaft, Planer und Verleger mit Fachberatung zum Materialeinsatz und der Erstellung eines Leistungsverzeichnisses. Besonders anspruchsvoll waren die vielen Durchbrüche und Details, die berücksichtigt werden mussten.

Man entschied sich für ein Sika Dachsystem wegen der einfachen Ausführung der Detailausführungen. Sika konnte vorab konfektionierte Formteile für fast alle Durchbrüche liefern. Dies vereinfachte und beschleunigte die Verarbeitung auf der Baustelle und war effizienter zu realisieren als alle Teilflächen mit Bitumen einzufassen und dann mit Flüssigkunststoff abzuschliessen. Auch Abschottungen konnten auf diese Weise in genau definierten Zeitetappen erstellt werden. Rundungen im Dachaufbau liessen sich mit Sika Detailband sauber ausbilden und an den Untergrund angepasst anfertigen. 

ANFORDERUNGEN / HERAUSFORDERUNGEN

Die Dachabdichtung musste im Frühling eingebaut werden. Die Monate fielen wettertechnisch in eine Zeit mit sehr viel Niederschlag. Durch die vielen Durchbrüche mussten die Abdichtungsarbeiten von der ausführenden Firma Karl Erb sehr gut terminiert werden. Vor allem Details erfordern meist einen hohen Zeitaufwand und können daher nur in kleine Etappen realisiert werden. 

Im Projekt musste die Dichtigkeit trotz der vielen Öffnungen jeden Tag nach Arbeitsende gewährleistet sein. Um diese Anforderung zu erfüllen, war ein sehr hoher, planerischer Aufwand erforderlich. Ebenso war die Ausführung selbst anspruchsvoll: Für Details wie individuelle Rundungen, Pfosteneinfassungen, Stützen, Abschottungen oder andere Durchbrüche gibt es keine genauen Applikationsbeschreibungen. Die Verleger brauchten daher neben Erfahrung auch ein sehr gutes Geschick im Umgang mit den Kunststoffabdichtungsbahnen. 

SPEZIELLES ZU DIESEM OBJEKT

Der Dachaufbau des SWICA Neubaus hat einen sehr individuellen Charakter. Drei Ebenen laufen über Schrägdächer zusammen. Es gibt viele Durchbrüche mit individuellen Abmessungen wie eckige Pfosteneinfassungen, runde Kamine etc. Teilweise musste das Dach auch mechanisch fixiert werden. Das Geländer und die Treppe der Terrasse wurde durch vielen Stützen im darunterliegenden Beton verankert. Zusätzlich schliesst der Dachrand am oberen Dach mit einer herumlaufenden Rinne ab. 

SIKA LÖSUNGEN

Als grösster Vorteil des Sika Dachsystem im SWICA-Projekt erwies sich die einfache Verarbeitung des Materials und das grosse Sortiment an fertigen Einfassungen. Die Sika Kunststoffabdichtungsbahnen können individuell angepasst und vorgefertigt werden. Dies ermöglicht eine flexible Handhabung für unterschiedliche Projektanforderungen und eine einfache Detailgestaltung. Auch die umlaufende Rinne am Rand des oberen Daches liess sich mit kaschierten Blechen sauber biegen und anschliessend mit dem Dach homogen verschweissen. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Lösungen: Man kann auf einen Materialwechsel wie bei Bitumen verzichten und hat eine durchlaufende Verschweissung.

Die Kunststoffdichtungsbahn Sarnafil® TG 66-18 ist speziell für lose verlegte Flachdächer unter Auflast – zum Beispiel Begrünungen und Kiesbeschwerung – konzipiert. Die mehrschichtige Abdichtungsbahn auf Basis von flexiblen Polyolefinen (FPO) ist dauerhaft UV‑beständig und weist eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Einwirkungen, Hagel sowie Wurzeln und Rhizome auf. Dank der Glasvlieseinlage ist eine hohe Dimensionsstabilität gewährleistet – mit hoher Flexibilität bei tiefen Temperaturen und Beständigkeit gegen alle gängigen Umwelteinflüsse.

Sarnafil® TG 66-18 erfüllt zudem hohe Anforderungen an Nachhaltigkeit, Sicherheit und Brandschutz: Die Abdichtungsbahn wird mit Heissluft, also komplett ohne Flammen, verschweisst. Am Ende der Nutzungszeit lässt sich die Membran zu 100 Prozent recyceln und trägt somit zu einem deutlich reduzierten CO2-Ausstoss bei.

Ein direkter Vergleich mit dem CO2-Rechner zeigte, dass eine professionelle Dachabdichtung mit Sarnafil® TG 66-18 einer Lösung mit Bitumen deutlich überlegen ist. Durch die Produktionseigenschaften und die Möglichkeit des späteren Recyclings konnte der CO2-Ausstoss um insgesamt 22.9 Tonnen reduziert werden. Dies entspricht einer Fahrt mit einem Dieselauto von 143’254 km.

Die Dachflächen wurden mit Photovoltaik-Elementen bestückt, die Freiflächen mit Kies und Pflanzensubstrat extensiv begrünt.

Am Projekt Beteiligte:

Bauherr:
SWICA, Winterthur

Architekt: 
Frei + Saarinen Architekten, Zürich

Verleger: 
Karl Erb Spenglerei, Thalheim an der Thur

GU/TU/Bauleitung:
BW Generalbau AG, Winterthur