Verlege-System
SikaFuko® Swell-1 wird in Etappen von max. 8 m Länge verlegt, wobei eine nächste Etappe die vorherige um jeweils min. 10 cm überlappt. Zwischen den überlappenden Enden muss ein Abstand von min. 5 cm vorliegen. Alle 8 m ist gleichzeitig über den SikaFuko® Swell-1 Schalungspacker ein Injektionszugang zur letzten und zur nächsten Etappe zu legen (beide Zugänge in einem Schalungspacker!).
Der SikaFuko® Swell-1 Schlauch wird immer auf den erhärteten Beton aufgebracht und mittig verlegt. Die Schlauchführung muss so ausgeführt sein, dass min. je 10 cm Überdeckung zu den beiden parallel verlaufenden Aussen- resp. Innen-Schalungsflächen vorhanden ist.
Befestigungsmethoden
Glatte, ebene, trockene oder feuchte Oberfläche (z. B. abtaloschiert)
- Mit SikaFuko® Swell-1 Fixierhaken
Die Haken werden im Abstand von max. 25 cm entweder in den Frischbeton versenkt oder später in gebohrte Löcher (10 mm) in den Festbeton eingeschlagen.
Der Schlauch wird dann kurz vor dem Betonieren straff unter die Haken geklemmt.
- Mit SikaSwell® S-2
SikaSwell® S-2 in einem schmalen Dreieck (Dreieckslänge ca. 5 mm) auftragen.
Injektionsschlauch innert 30 Minuten gut in den frischen SikaSwell® S-2 einpressen, bis kleine Mengen auf beiden Seiten des Schlauches austreten.
Einbetonieren nach frühestens 2 - 3 Stunden.
Die Schlauchenden und Eckverbindungen jeweils mit Fixierhaken zusätzlich befestigen.
Siehe auch Produktdatenblatt SikaSwell® S-2.
Raue, unebene, trockene oder leicht feuchte Oberfläche (z. B. bei extremer Waschbetonstruktur)
- Mit SikaSwell® S-2
SikaSwell® S-2 strangförmig so dick auspressen, dass der Injektionsschlauch darin ohne Umläufigkeiten und Fehlstellen angepresst werden kann.
Einbetonieren nach frühestens 2 - 3 Stunden.
Die Schlauchenden und Eckverbindungen jeweils mit Fixierhaken zusätzlich befestigen.
- Mit Sikadur-Combiflex® CF Kleber
Nach Vorschrift gemischte Klebermasse satt auf Untergrund auftragen und den SikaFuko® Swell-1 Schlauch darin einbetten bis kleine Mengen des Klebers auf beiden Seiten des Schlauches austreten.
Auf mögliche Unterläufigkeit achten.
Siehe auch Produktdatenblatt Sikadur-Combiflex® CF Kleber.
Sehr glatte Oberfläche anderer Art (z. B. Stahl)
- Mit SikaSwell® S-2 (siehe oben)
Ecken und Kanten
Bei Ecken und Kanten den SikaFuko® Swell-1 Schlauch in 45° Gehrung schneiden.
Mittels Winkel-Verbindungsstück die beiden Schlauchstücke bündig verbinden.
In kurzen Abständen (2 - 5 cm) einen Haken setzen.
Injektionszugänge
Bei den alle 8 m vorzusehenden Überlappungsstössen wird die Verbindung zur zukünftigen Injektionsstelle errichtet. Sie besteht aus dem SikaFuko® Swell-1 Schalungspacker, der einen Eingangs- und einen Ausgangsteil mit den entsprechenden Verbindungsschläuchen aufweist.
Der Schalungspacker wird an der Armierung vertikal mittels der eingebauten Bindedrähte verrutschsicher befestigt. Bei Positionierung der Schalungspacker müssen evtl. spätere Bodenschichten (z. B. Hartbeton u.ä.) einkalkuliert werden.
Die vertikale Befestigung ergibt grössere Stabilität während des Betoniervorgangs.
Ein genaues Einstellen auf den Schalungsverlauf erfolgt rasch und sehr einfach durch Drehen an den beiden Längsrohren. Die Abdeckkonen liegen dann auf der tatsächlichen oder theoretischen Schalungsfläche.
Die am Schalungspacker montierten Verbindungsschläuche werden falls nötig gekürzt. Das Verbindungsstück wird in den zugehörigen Schlauchteil gesteckt.
Zur Vereinfachung und Gedankenhilfe sind die Schalungspacker zweifarbig ausgeführt. "Grün" ist vorzugsweise der Eingangsteil (für die nächste Etappe) und "Rot" der Ausgangs- bzw. Verschlussteil (für die vorherige Etappe). Die entsprechenden Teile "Grün/Rot" weisen jedoch identische Abmessungen auf und sind austauschbar.
Wichtig: Lage der Schalungspacker auf den Bauplänen einzeichnen.
Betoniervorgang
Um ein sattes Umhüllen des SikaFuko® Swell-1 Schlauches, der Verbindungsschläuche und der Schalungspacker zu erleichtern, empfiehlt es sich, bei Boden-/Wand-Anschlüssen als erste Schicht eine Feinbetonvorlage einzubringen.
Typische Rezeptur für Feinbetonvorlage
| PC-Gehalt: | 350 kg/m3 |
| Korngrösse: | 0 - 16 mm |
| Zusatzmittel: | Wie im Wandbeton, z. B. Sikament® |
| (Konsistenz: | K3, W/Z < 0.50) |
Injektion
Gelangt in der Arbeitsfuge Wasser zum SikaFuko® Swell-1, wird durch den Anpressdruck infolge Quellen die Dichtigkeit in der überwiegenden Zahl der Fälle erreicht. Dies bei gesundem, ungerissenem und fachgerecht verdichtetem Beton.
Der Anpressvorgang braucht jedoch eine gewisse Zeit. Zu früh veranlasste Injektionen können den beschriebenen Vorgang verfälschen oder gar verunmöglichen.
Bleiben lokale Undichtigkeiten bestehen, kann dies begründet sein durch:
- Mangelhafte Untergrundvorbehandlung
- Betonierfehler (Verdichtungsmängel)
- Nachträgliche Risse (z. B. durch Lastumlagerungen)
- Wasserdruckerhöhung
Solche Undichtigkeiten können behoben werden, indem in einer 2. Phase durch das SikaFuko® Swell-1 hindurch die Umgebung desselben ausinjiziert wird. Für den Injektionsvorgang sind Injektionspacker mit einem Aussendurchmesser von 13 mm zu verwenden. Eine weitere Verlängerung des Umwanderungsweges wird so erzwungen und Dichtigkeit erreicht.
SikaFuko® Swell-1 ist mehrfach verpressbar, falls für die Injektion Sika® Injection-307 oder Sika® InjectoCem®-190 verwendet wurde und die frisch ausinjizierte Strecke gut mit Wasser gespült wurde.
Wichtig: Betonalter bei der Injektion min. 4 Wochen.
Injektionsmittel
| Sika® Injection-307: | Quellendes Polyacrylat-Injektionsharz zur dauerhaften Abdichtung |
| Sika® InjectoCem®-190: | Feinstzement-Injektion mit integrierten Korrosionsinhibitoren |