Dauerhafter Beton
Neben den Anforderungen an Verarbeitbarkeit und Festigkeit bestehen je nach Expositionsklasse und Verwendung verschiedene Anforderungen an die Dauerhaftigkeit von Beton. Zu diesen Anforderungen gehören z.B. der Schutz der Bewehrung vor Korrosion, Schutz vor Zerstörung durch Frost- und Tausalzangriff aber auch Anforderungen an das Schwindmass, um eine mögliche Rissbildung zu vermeiden.
Sika bietet für den Bereich der Dauerhaftigkeit eine Vielzahl an effizienten Lösungen wie z.B. Fliessmittel für einen dichten Beton, Luftporenbildner für einen frostbeständigen Beton, Schwindreduktionsmittel, aber auch Fasern, um Rissbildung einzuschränken, Korrosionsinhibitoren oder Beschichtungen. Mit diesen Produkten können effiziente und zielgerichtete Lösungen für einen dauerhaften Beton erarbeitet werden.
ANWENDUNG:
Frost- Tausalzbeständiger Beton
Schwindreduzierter Beton
Aussenbauteile
Beton mit hohen Anforderungen an Dauerhaftigkeit
Brücken-, Tunnel- und Strassenbau
Hochbau
Anforderungen an dauerhaften Beton
Dauerhaft ist ein Bauteil bzw. ein Bauwerk, wenn es während der vorgesehenen Nutzungsdauer seine Gebrauchstauglichkeit und Tragfähigkeit ohne wesentlichen Verlust der Nutzungseigenschaften (bei einem angemessenen Instandhaltungsaufwand) unter Beweis stellt. Der Baustoff Beton trägt zur Dauerhaftigkeit bei, indem er die vorgegebenen mechanischen Eigenschaften erfüllt und gegen äussere Einflüsse genügend Widerstandsfähigkeit aufweist. Wie unempfindlich der Beton gegenüber Umwelteinflüssen ist hängt ab von:
der Art und Intensität des Angriffs
den Eigenschaften des Betons
Norm SIA 262
Die Norm SIA 262 behandelt unter Ziffer 2.4.3.1 Massnahmen um die Dauerhaftigkeit des Betons zu gewährleisten wie z.B. eine genügende Bewehrungsüberdeckung, Entwässerung der Betonoberfläche, Aufbringen eines Oberflächenschutzes usw.
In derselben Norm unter Ziffer 4.4.2.1.1 werden mögliche Ursachen für das Auftreten von Rissen aufgezählt:
Zu rasches Austrocknen des Betons
Temperatureinwirkung, z. B. aus Hydratationswärme
Schwinden
Lasteinwirkung
Aufgezwungene oder behinderte Verformungen
Frosteinwirkung
Ziffer 6.4.1 (Vermeiden von Rissen infolge Verformungsbehinderung) erläutert die Ursachen für eine Beanspruchung aufgrund einer Verformungsbehinderung:
Wärmeentwicklung infolge Hydratation des Zementes
Thermische und hygrische Eigenschaften des Betons
Festigkeitsentwicklung des Betons
Äussere klimatische Einflüsse (Temperatur, Feuchtigkeit)
Bauteilabmessungen und Ausbildung der Kontaktflächen
Bauvorgang bzw. Altersdifferenz der Bauteile