Nach eingängiger Prüfung hat der Verwaltungsrat der Sika beschlossen, an der heutigen ordentlichen Generalversammlung das Stimmrecht der von Schenker‐Winkler Holding AG (SWH) gehaltenen Namenaktien in Anwendung der Vinkulierungsbestimmung gemäss Artikel 4 der Statuten auf 5% aller Namenaktien zu beschränken. Die Beschränkung erfolgte im Interesse der Gesellschaft zur Aufrechterhaltung des Status quo und in Übereinstimmung mit dem Entscheid des Kantonsgerichts Zug, bis die strittigen Rechtsfragen im ordentlichen Verfahren geklärt sind.

Konkret bedeutete dies, dass das Stimmrecht der SWH bei folgenden Traktanden beschränkt wurde:

  • Abstimmungen über die Wiederwahl von Monika Ribar, Paul Hälg, Frits van Dijk, Daniel Sauter, Ulrich Suter und Christoph Tobler (Traktandum 4.1)
  • Abstimmung über die Neuwahl von Jacques Bischoff in den Verwaltungsrat (Traktandum 4.2)
  • Abstimmung über die Wahl des Präsidenten des Verwaltungsrates (Traktandum 4.3)
  • Abstimmung über die Wiederwahl in den Nominierungs- und Vergütungsausschuss, mit Ausnahme von Urs Burkard (Traktandum 4.4)

Bei allen übrigen Traktanden konnte die SWH mit ihrem vollen Stimmrecht abstimmen.

An der Generalversammlung sind die Aktionäre den wesentlichen Anträgen und Empfehlungen des Verwaltungsrats gefolgt. Im Einzelnen wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Die Jahresrechnung und die Konzernrechnung für das Geschäftsjahr 2017 wurden genehmigt. Die Generalversammlung beschloss eine Bruttodividende von CHF 111.00 je Inhaberaktie und CHF 18.50 je Namenaktie (+15.6% im Vergleich zum Vorjahr).

Im Gegensatz zu Urs Burkard, Willy Leimer und Jürgen Tinggren wurde den unabhängigen Verwaltungsratsmitgliedern Monika Ribar, Paul Hälg, Frits van Dijk, Daniel Sauter, Ulrich Suter und Christoph Tobler die Décharge nicht erteilt. Die Konzernleitung wurde entlastet.

Die Aktionäre haben alle bisherigen Mitglieder des Verwaltungsrats sowie Präsident Paul Hälg für eine weitere Amtsperiode von einem Jahr wiedergewählt. Der von SWH als Verwaltungsrat vorgeschlagene Kandidat Jacques Bischoff wurde nicht gewählt. In den Nominierungs‐ und Vergütungsausschuss wurden Frits van Dijk, Urs Burkard und Daniel Sauter wiedergewählt. Ferner wurde Ernst & Young AG als Revisionsstelle wiedergewählt. Herr Jost Windlin wurde als unabhängiger Stimmrechtsvertreter wiedergewählt.

Im Rahmen einer nicht bindenden Konsultativabstimmung lehnte die Generalversammlung den Vergütungsbericht 2017 ab. Ferner stimmte sie gegen die Vergütung des Verwaltungsrats für die drei abgelaufenen Amtsperioden sowie gegen dessen künftige Vergütung bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung. Am Engagement des Gremiums für die Gesellschaft ändert dies aber nichts. Der Verwaltungsrat behält sich alle Rechte bezüglich der Geltendmachung seiner Ansprüche vor. Die vom Verwaltungsrat beantragte künftige Vergütung für die Konzernleitung haben die Aktionäre genehmigt.

Die Aktionäre haben die Ernennung von Jörg Riboni als Sachverständigen bestätigt. Ferner wurde der Antrag der Aktionärsgruppe Cascade Investment L.L.C., Bill & Melinda Gates Foundation Trust, Fidelity Worldwide Investment und Threadneedle Investments auf Verlängerung der Amtszeiten der eingesetzten Sachverständigen bis zur ordentlichen Generalversammlung 2022 sowie die Erhöhung des Kostenvorschusses auf CHF 5'000'000 angenommen. Bei diesen Traktanden war gemäss Aktienrecht die Mehrheit des Kapitals und nicht der Stimmen ausschlaggebend.

Der Antrag der SWH auf Durchführung einer Sonderprüfung wurde von den Aktionären abgelehnt. Auch bei diesem Traktandum war gemäss Aktienrecht die Mehrheit des Kapitals und nicht der Stimmen ausschlaggebend.