Nach 40 Betriebsjahren war die Zeit überreif für ein neues Tierkompetenzzentrum am alten Standort an der Grenze zu Birsfelden. Während der Bauzeit fand das Heim im Walzwerk-Areal in Münchenstein ein Zwischendomizil. Im April 2018 zog die Verwaltung und einen Monat später die Tier-Karavane in den Neubau an der Birs. Die ursprüngliche Eröffnung war bereits vor zwei Jahren geplant gewesen. Aber fehlende Gelder und komplizierte Bauvorschriften verzögerten eine rechtzeitige Fertigstellung des Projektes.

Fast fertig

Die Generalversammlung des Vereins Tierschutz beider Basel, verlief äusserst erfolgreich, erklärte Geschäftsführerin Béatrice Kirn anlässlich des Rundgangs durch den fast fertigen Neubau. Die Fragen zur neugegründeten Stiftung konnten zur Zufriedenheit aller beantwortet werden. Die Finanzierung des Neubaus mit zweckgebundenen Geldern sowie eine staatliche Aufsicht waren der Grund für die Überführung der Stiftung. Der Verein bleibt weiter bestehen und wird bis auf die Führung eines Tierheims dieselben Aufgaben wahrnehmen wie bisher.

Schwierige Planung

Der Architekt Daniel Schmid von Schmid Kuepfer Architekten hatte mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen. Der Schadstoffrückbau sowie die Entsorgung des in Fenstern und Böden befindlichen Asbests erforderten eine hermetische Abriegelung des gesamten Gebäudes. Die Bauverhältnisse inmitten der Grünzone und die Nähe zur Birs gehörten zu den grössten Herausforderungen. Der eigenwillige Gebäudegrundriss wurde dem Parzellenplan angepasst. Maximal zwei Geschosse sind auf der Parzelle erlaubt, weshalb der Architekt den erforderlichen Raum nur in der Tiefe finden konnte. Zusammen mit den Tierärzten, dem kantonalen Veterinäramt und vor allem den Lichtplanern mussten Wege gefunden werden, um eine tiergerechte unterirdische Tierhaltung zu erreichen. Die Lösung fand man in grossen Oblichtern, die das Tageslicht in die beiden Sockelgeschosse bringen. Bevor die neuen Räume bezogen werden konnten, stand eine generalstabsmässig angelegte Züglete auf dem Programm.

Der Umzug

Rund 180 Tiere mussten von Münchenstein nach Basel gebracht werden. Katzen und Kleintiere wurden in Boxen in Autos gefahren. Anders die Hunde: wie 2012, nur in umgekehrter Richtung, spazierten sie auch Ende Mai nach Basel. Je nach Hund dauerte der Hundespaziergang eineinhalb bis zwei Stunden.

Die richtige Lösung

Boden- und Wandbeschichtungen in Tierheimen stellen eine besondere Herausforderung an die Beständigkeit, Reinigung und Rutschsicherheit dar. So kann es vorkommen, dass Hunde oder Katzen ihr Geschäft auch innerhalb des Gebäudes auf dem Boden verrichten. Die Reinigungsintervalle sind überdurchschnittlich hoch und eine Reinigung mittels Hochdruck muss gewährleistet sein. Die Beschichtungen müssen zudem beständig sein gegen Desinfektionsmittel, Harnstoffe, Salmiak und andere Reinigungsmittel. Ausserdem müssen sie in hohem Masse gegen Tatzen und Krallen beständig sein. Tierheimbewohner können in destruktiven Phasen viel zerstören. So musste ein Bodensystem eruiert, getestet und bemustert werden, das beständig, reinigungsfreundlich, sicher und zudem den ästhetischen Vorgaben gerecht wurde. Die Einstreuung musste BFU-Vorschriften erfüllen, durfte gemäss Tierschutzgesetz wegen der Verletzungsgefahr jedoch nicht zu grobkörnig sein, da Haustiere sensible Pfoten haben.

Die dekorativen Boden- und Wandbeschichtungen von Sika waren für dieses Projekt in jeder Hinsicht die optimale Lösung. Vor allem Boden- und Wandanschlüsse in solchen Einrichtungen sind äusserst bakterienanfällig. Die lösemittelfreien, fugenlosen Boden- und Wandbeschichtungen verursachen bei der Verarbeitung und im Dauereinsatz keine Geruchsemissionen. Sie können in beinahe jeder Farbe, an beliebige Formen angepasst werden, sind einfach zu applizieren, widerstehen Bakterien und Pilzen und erfüllen die höchsten Hygienestandards. Sie sind sehr pflegeleicht und können zudem mit der grenzenlosen Farb- und Designvielfalt alle Bedürfnisse abdecken.