Spritzbeton ist ein Beton, der in einer geschlossenen, überdruckfesten Schlauch- und/oder Rohrleitung zur Einbaustelle gefördert und dort durch Spritzen aufgetragen und verdichtet wird.

Spritzbeton kommt in erster Linie in folgenden Gebieten zur Anwendung:

 

  • Vortriebssicherheit Im Tunnelbau
  • Fels- und Böschungssicherung
  • Hochwertiger Ausbauspritzbeton
  • Sanierung und Instandsetzungsarbeiten

 

Trockenspritzverfahren:
Im Dünnstromverfahren (Flugförderung) wird das erdfeuchte Ausgangsgemisch mit Druckluft gefördert und an der Düse mit Wasser und/oder einem Wasser-Beschleuniger-Gemisch benetzt und appliziert. Die Eigenfeuchte der Zuschläge im Ausgangsgemisch sollte 6 % nicht übersteigen, da die effektive Förderleistung durch Verkrustungen und Brückenbildungen stark abnimmt und die Gefahr von Stopfern zunimmt.

 

Nassspritzverfahren:
Beim Nassspritzen wird zwischen zwei Verfahren unterschieden, nämlich der Dicht- und der Dünnstromförderung. Bei der Dichtstromförderung wird mit einer Spritzbetonpumpe der Ausgangsbeton bis zur Düse im Dichtstrom gepumpt und mit Druckluft im Stromwandler aufgerissen und in Dünnstrom gewandelt. Der Beschleuniger wird in der Regel kurz vor dem Stromwandler in die Druckluft gegeben. Damit wird eine optimale Benetzung des Spritzbetons mit Beschleuniger erzielt.

Bei der Dünnstromförderung wird ein nasses Ausgangsgemisch durch eine Rotormaschine mit Druckluft in Flugförderung gefördert. Der Beschleuniger wird an der Düse mit zusätzlicher Druckluft beigegeben.