Es ist erwiesen, dass mit selbstverdichtendem Beton sowie den entsprechenden Vorbereitungs- und Begleitmassnahmen hohe Qualitätsanforderungen auch bei grossen Einbauvolumen sicher erreichbar sind.

Selbstverdichtender Beton (SCC)

weist im Vergleich zu vibriertem Beton aufgrund eines höheren Bindemittelgehaltes und einer veränderten Sieblinie einen höheren Mehlkorngehalt auf. Diese Anpassungen, kombiniert mit speziell abgestimmten Fliessmitteln, erzeugen ein einzigartiges Fliessvermögen und Eigenverdichtungsverhalten. Ergänzend zu konventionellen Betonanwendungen eröffnen sich mit selbstverdichtendem Beton neue Möglichkeiten:

  • Bei hohen Einbauleistungen
  • Reduktion der Personalaufwendungen
  • Einsatz bei engmaschiger Bewehrung
  • Bei anspruchsvollen geometrischen Formen
  • Bei geringen Bauteilstärken
  • Zur Reduktion der Lärmbelastung durch Vibrieren
  • Zur Reduktion der gesundheitlichen Belastungen
  • Generell, wo ein Verdichten des Betons nur schwer möglich ist

Schalhaut:
Die Schalung muss bei der Verwendng für SVB sauber und sehr dicht geschalt werden. Der Schalungsdruck ist gegenüber vibriertem Beton erhöht. Er ist abhängig von der Viskosität des Betons, der Einbaugeschwindigkeit und dem Einfüllpunkt.

Einbautechnik:
Selbstverdichtender Beton wird gleich eingebaut wie Vibrierbeton. Auch SVB soll nicht über zu grosse Einfüll-
höhen frei fallen gelassen werden. Sehr gute Resultate bezüglich Oberflächenqualität werden beispielsweise durch Befüllen senkrechter Schalungen von unten mittels Schlagschieber am Fuss der Schalung erreicht.